Einsatzszenario für OER in der Lehrerfortbildung

In den letzten 10 Jahren habe ich diverse Blended Learning Kurse für die Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg konzipiert und durchgeführt.

Innerhalb der Kurse habe ich teilweise auf fremde Materialien verlinkt oder auch Materialien selbst entwickelt. Mit dem Urheberrecht habe ich mich sehr intensiv auseinandergesetzt, aber leider viel zu wenig mit OER. Anregungen, wie vielseitig und nützlich OER sein könnte, habe ich erst jetzt durch COER13 bekommen. Daraus leitet sich mein künftiges Einsatzszenario auch ab.

Ziel:

  • OER bekannter machen
  • Fortbildner und Lehrer motivieren, ihre Materialien unter CC zu stellen.

Vorgehensweise:

Zukünftig werde ich alle meine eigenen Fortbildungsmaterialien für die Lehrerfortbildung und Materialien, die ich für Schüler erstelle, möglichst unter by-sa stellen, damit andere „legal“ weiterarbeiten können und etwas Neues daraus entstehen kann. (Vorbildfunktion ;-))

Da meine Fortbildungsteilnehmer i.d.R. Arbeitsaufträge bearbeiten, die ein Endprodukt ergeben, das wiederum im Unterricht eingesetzt werden kann, werde ich versuchen, sie zu motivieren, ihre Ergebnisse auch unter Creative Commons zu stellen.

Was ist hierfür nötig?

  • Bewusstsein für Belange des Urheberrechtes bei den Fortbildungsteilnehmern.
  • Aufklärungsarbeit in der Lehrerfortbildung, wie CC-Lizenzen eingesetzt werden können. Welche Vor- und evtl. auch Nachteile sich durch eine derartige Lizenzierung ergeben (können).
  • Neue Mentalität unter Lehrern mit der Erkenntnis: Das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden, andere Räder taugen etwas und dürfen unter CC sogar kostenfrei genutzt und evtl. verändert werden.
  • Mitstreiter müssen gefunden werden!
  • Austauschplattform muss gefunden werden.

Was sind Stolpersteine?

  • (Bisherige) Mentalität von Lehrern: Alles was gefällt und brauchbar erscheint, wird ohne Rücksicht auf das Urheberrecht (unterrichtsbezogen) verwendet. Solche Materialien können nicht unter CC gestellt werden. Außerdem sehen Lehrer aus meiner Erfahrung heraus, zumindest teilweise keinerlei Veranlassung ihre bisherige Cut&Paste-Mentalität zu ändern.
  • Auch wirklich selbst erstellte Materialien geben Lehrer ungern weiter. Es könnte ja irgendwo der i-Punkt fehlen ;-).
  • Es geht nicht von heut auf morgen, um OER bekannter zu machen :-(.

Was bleibt zu tun?

Anfangen und unter CC weitergeben bzw. veröffentlichen :-).

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein, Bildungsmedien

3 Antworten zu “Einsatzszenario für OER in der Lehrerfortbildung

  1. Ich bin ganz deiner Meinung und ich glaube du bist auf dem richtigen Weg! Wir alle, die „schon über cc und oer Nescheid wissen, sollten „den Stein weiter ins Rollen“ bringen und weiterverbreiten.
    Lg
    supin

  2. Christine Zellner

    Deine Überlegungen zum Thema „Einsatzszenario“ für OERs treffen genau ins Schwarze. OER bekannter zu machen ist meiner Meinung nach unbedingt erforderlich. ‚Das Thema Urheberrecht wird noch nicht wirklich ernst genommen . Ich erlebe das in meinem Umfeld immer wieder.
    Es wäre doch toll, würden Lehrer ihre selbst erstellten Unterrichtsmaterialien unter CC Lizenzen stellen und anderen zur Verfügung stellen. Du erwähnst auch Stolpersteine. Hier muss ich mich selbst auch an der Nase packen. Ich habe auch Scheu, Materialien zu veröffentlichen, da diese eventuell nicht perfekt sein könnten. Ein weitere Frage beschäftigt mich: Wo und vor allem wie können OERs gesammelt bzw. organisiert werden. Liebe Grüße Christine Zellner

    • Hallo Christine,
      Du schreibst „Ein weitere Frage beschäftigt mich: Wo und vor allem wie können OERs gesammelt bzw. organisiert werden.“
      Das wird eine entscheidende Frage werden!
      Am besten wäre es sicherlich, Bestehendes hierfür zu nutzen und ggfs. auszubauen. In Baden-Württemberg gibt es beispielsweise den Lehrerfortbildungsserver, wo schon vom mir Erstelltes online zur Verfügung steht – allerdings nicht unter CC, aber das hatte bestimmte andere (persönliche) Gründe. Außerdem gibt es bei uns das Landesmedienzentrum, was ein Ansprechpartner sein könnte. Sicherlich gibt es bei Euch in Österreich entsprechende Organisationen, an die man sich wenden könnte.

      Auch bei zum.de gibt es eine Möglichkeit, OER zu veröffentlichen. Die Bedingungen findest Du hier: http://www.zum.de/zum/mitarbeit.html

      Im Moment neige ich eher dazu, wirklich ganz klein anzufangen und beispielweise die Materialien in Moodle zur Verfügung zu stellen oder auch auf meiner Homepage. Allerdings stellt sich dabei die Frage der Nachhaltigkeit.

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